Words to live by

Saturday, January 08th, 2011

There are no more barriers to cross. All I have in common with the uncontrollable and the insane, the vicious and the evil, all the mayhem I have caused and my utter indifference toward it I have now surpassed. My pain is constant and sharp and I do not hope for a better world for anyone, in fact I want my pain to be inflicted on others. I want no one to escape, but even after admitting this there is no catharsis, my punishment continues to elude me and I gain no deeper knowledge of myself; no new knowledge can be extracted from my telling. This confession has meant nothing.

http://www.imdb.com/title/tt0144084/quotes?qt0453359

Freiheit

Thursday, October 07th, 2010

Obwohl kaum ein Mensch es zu schätzen weiß, geschweige denn im überwiegenden Maße damit umgehen kann, ist unser größter Kampf doch schon immer der um die eigene Freiheit gewesen. Dieser Ausdruck der Freiheit umfasst hierbei nicht ausschließlich, die in einer Demokratie verankerten, Grundrechte jedes Einzelnen, sondern geht meiner Meinung nach über jegliches von Machtstrukturen geschaffenes Gesetz hinaus. Wird durch die Grundrechte zunächst eine strahlende Version der eigenen Freiheiten versprochen, finden durch die unzähligen Gesetze des modernen Rechtsstaates so viele Einschränkungen statt, dass sich das versprochene Leben ganz schnell komplizierten Strukturen unterwirft. Ein Zustand dessen Notwendigkeit ich zwar nicht in Frage stellen möchte, dessen primären Adressanten ich aber für den geistig unmündigen Menschen halte. Doch noch viel schwerer als die gesetzlichen Rahmenbedingungen schränken wir uns selbst ein.

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Tagesbericht

Wednesday, September 15th, 2010

Nach 90 Minuten lernintensivem Frühsport, die Disziplin in diesem Falle die abstrakte Mathematik, sitze ich seit gut einer halben Stunde in einem dieser modernen Konsumtempel für Kaffee. Vor mir liegt meine stark ramponierte Ausgabe des Steppenwolfes und neben einer unschönen, künstlichen Topfpflanze steht eine große Tasse schwarzer Brühe. Auf Milch habe ich der Laktose und des Geschmackes wegen verzichtet. Diese lässt den Kaffee seinen bitteren Geschmack verlieren, beinahe so als würde man nur vorgeben eine belebende Droge zu sich zu nehmen. Viel störender als die Präferenzen etlicher Kunden hier, sind allerdings die wahrhaft hässlichen Klänge aus den Deckenlautsprechern. Ein wirrer Mix aus südländischen Gesängen und penetranten Glockentönen. Die Art der “Musik” erinnert mich unweigerlich an die Darstellung der Hölle aus dem Triptychon “Der Garten der Lüste” von Hieronymus Bosch. (more…)

Die Zugfahrt

Monday, April 20th, 2009

Der Tag war noch nicht ganz erwacht und diffuse Nebelschwaden liessen nur Konturen der heruntergekommenen Bahnstation erkennen. Wie jeden Tag war er auf dem Weg zu seiner Arbeit – der Tragödie seiner Existenz. Trotz seiner windfesten Winterjacke, begann er zu frösteln. Vielleicht lag es aber auch an der absurden Unwirklichkeit seiner Situation. Wie immer waren ihm die Gedanken ein Dorn im Auge. Es gab keinen Moment, der keiner umfassenden Analyse unterzogen, für lächerlich, wahnsinnig oder iditiotisch befunden und dann doch nur wieder in die staubigen Aktenschränke seines Denkvermögens, verschoben wurde. Jedenfalls war es ihm viel wohler dabei ohne all diese selbstkritischen Stimmen im Kopf, durch das Leben zu gehen – oder dem was die Allgemeinheit darunter verstand. (more…)

Der Affe auf dem Baum

Monday, February 09th, 2009

In vielerlei Hinsicht ähnelt der Mensche dem Affen, sowohl auf physischer als auch auf psychologischer Ebene. Das dies offenbar den wenigsten Menschen bewusst ist versetzt mich oftmals in tiefe Bestürzung. Wie soll man ein zufriedenstellendes Leben führen ohne sich seiner Wurzeln bewusst zu sein? Ist das “Animalische” vielleicht so stark uns vorzugaukeln unsere Existenz habe einen höheren / göttlichen Sinn? Diesen Fragen sollte sich meiner Meinung nach jeder von uns einmal schonungslos ausliefern. Welchen anderen Sinn kann man einem Leben mit der unabänderbaren Bestimmung abgewinnen? Die Antwort muss in der Philosophie vorhanden sein.

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Vom Wesen des Leidens

Monday, February 09th, 2009

In heutiger Zeit ist die Begrifflichkeit des Leidens in mannigfaltiger Weise im Geiste des Menschen vorhanden. Grund genug dieser Erscheinungsform einer tiefer gehenden Betrachtung zu unterziehen.
Im Gegensatz zu heutigen Formen des Leidens beschränkten sich die Ursachen des Ungemachs häufiger auf religiöse Regelbrüche sowie soziale/gesundheitliche Konflikte, wie z.B. drohende Hungersnöte, Güterverlust oder Krankheiten. Doch seit dem Etablieren einer verbesserten medizinischen Versorgung, eines höheren Bildungsstandards und einer breit flächigen Lebensmittelversorgung hat sich das Wesen des Leids wesentlich verändert. Diese Veränderung wurde durch die Entstehung demokratischer Herrschaftsverhältnisse zusätzlich begünstigt. Aufgrund dieser Faktoren wurden daher einige der essenziellen Leidensquellen eliminiert. Doch allein aufgrund der praktisch unstillbaren Begierde des Subjekts wandelte sich das Leiden zu einer inflationär genutzten Begrifflichkeit. So kann man weiterhin beobachten, dass die christliche Schuldvorstellung deutlich weniger Leidzustände hervorrufen. Vielmehr ist eine Abstumpfung des Leidempfindens eingetreten. Durch extreme Überreizung empfindet das Subjekt sogar schon die falsche Aussentemperatur als unendliches Leid.
Obgleich das Leiden in verschiedenen Kulturen als gute Empfindung angesehen wird bleibt weiterhin die Frage offen ob und falls ja wie es der mentalen Weiterentwicklung von Nutzen sein könnte. Daraus ist zu schlussfolgern, dass ein gesundes Maß an Leid durchaus im Dienste des Subjektes stehen kann.
Man nehme nur einmal die Folgen eines starken Rauschmittelkonsums. Ist derlei Leiden nicht Bestätigung genug dieser These? Fraglich bleibt hierbei nur die Herkunft des Leidens offen. Ist es ein Leiden auf der Basis der Reue über eine solche Fehlentscheidung oder aber die biologische Antwort auf einen schwerwiegenden Eingriff in das biologische System? Hier mag man an die Grenzen der Vorstellungskraft oder die der Aussagekraft stoßen. Insofern bleibt mir lediglich die Möglichkeit meine subjektive Meinung dieser Thematik zu erläutern.
Einige Erkenntnissen ist bereits die persönliche Note zu entnehmen. So betrachte ich das Leiden durchaus als Notwendigkeit höherer geistiger Entwicklung. Welch anderes Empfinden ist bei richtiger Auslegung ein solch großartiger Augenöffner? Das Leiden vermag den Einzelnen in seiner Authentizität enorm stärken. Dies bedeutet allerdings mitnichten die zuvor inflationäre Nutzung dieser Instanz. Denn eine solche würde unweigerlich den Geist in eine, häufig mit demagogischen Zügen verbundene, Umnachtung stürzen. Schnell würde sich der Wahnsinn in Form des beliebten Ungerechtigkeitsempfinden aufdrängen und das Joch des Geistes umhüllen.
Abschließend bleibt lediglich die, auf das Subjekt korrekt ausgelegte, Leiddefinition festzuhalten.