Archive for the Category 'Texte'

Erkenntnisse?

Monday, February 21st, 2011

Ist es eine Erkenntnis altbekannte Erfahrung in neuer und abermals schmerzhafter Form wiederzudurchleben? Oder ist es lediglich der ununterbrochene Kampf des sogenannten Lebenswillen, sich mit aller Macht gegen die Klauen des vermeidlich Unvermeidlichen zu stellen? Oder aber liegt selbst unter den Scherben der zerbrochenen Illusionen ein Hinweis auf einen Funken Hoffnung? Stellt sich also allein die Frage ob ein weiterer Fehlschlag durch die geschwächte Konstruktion verkraftet werden kann?

Das Kreisen der unermüdlichen Fragen bestimmt das Resultat der elementaren Entscheidungen. Und jeder Flügelschlag der prächtigen Geschöpfe stösst uns weiter vom bekannten Grund, tief hinein in die ungewisse Kälte der Dunkelheit, ab. So kalt.

Eiskalte Hölle

Saturday, January 15th, 2011

Stumme Schreie endloser Qualen einer schlaflosen Hülle
Hölle

Hoffnungsloses Flehen um ein rasches Ende
Siedender Hass

Bedeutungsloses Martyrium der ewigen Nacht
Sehnsucht nach Erfüllung

Tiefe Seen brennender Schmerzen
Unstillbares Verlangen nach Gewalt

Verlust des Bewusstseins
Brodelndes Weiß eines anbrechendes Endes

Kalte Qual
Eisige Extase der Nebel aus Blut

Hölle
Triumphales Toben endloser Ströme aus schreinendem Rot

Twilight-Reihe – Ein Erfahrungsbericht

Tuesday, August 17th, 2010

Vergangene Woche befand ich mich in der reichlich ungünstigen Lage ein Übermaß an Zeit zu haben. Daher hatte ich mich  kurzfristig dazu entschieden die “Weltbestseller” von Stephenie Meyer zu lesen. Obgleich ich mit hoher Wahrscheinlichkeit kein literarisches Meisterwerk zu ewarten hatte, war dieses soziologische Experiement Grund genug nicht in Lethargie zu verfallen. Schon zu Beginn hatte ich mich entschlossen meine Gedanken einigermaßen strukturiert auf Papier zu bringen. Kritisch waren für mich vor allem die nachgesagten religiösen Intentionen sowie die Gründe für einen derartigen Erfolg. Vorneweg möchte ich jeden zukünftig Interessierten der Handlung vor unerwünschten Offenlegungen der Handlung warnen und nochmals bekräftigen, dass dies keineswegs eine wohlformulierte Rezension ist, sondern viel mehr ein subjektiver Erfahrungsbericht. Für wissenschaftliche Analysen erachte ich diese Bücher ohnehin als ungeeignet.

Im Folgenden also mein Erfahrungsbericht zu den vier Bänden:

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Menschen

Friday, October 23rd, 2009

Das Leben in einer heuchlerischen Gesellschaft wird permanent durch die Anwesenheit vieler Individuen gestört. Nur eine Maske kann die unendliche Dummheit dieser Wesen ausbremsen. Umso schlimmer wenn man nach zwei Tagen Brüten und wenig Schlaf an diesen Fluch gebunden ist. Beinahe unmöglich ist es dann seine innere Schattenwelt unter Kontrolle zu halten.

Besteht das Leben tatsächlich nur aus leeren Floskeln und wohlgehüteten Masken? Es ist unmöglich eine andere Schlußfolgerung zu ziehen. Menschen sind weder dem Trieb überlegen noch dem Anspruch einer wahrhaften Klarheit gewachsen. Woran also glauben im Menschen? Intelligenz, Rationalität oder Reinheit sind alles Illusionen. Illusionen die leider nicht über die schmerzhafte Wahrheit hinweg täuschen können. Und so bin ich gezwungen noch sehr viel länger eine Maske tragen zu müssen.

Sie schützt vor dem Befall meines Geistes, simuliert Emotionen und  verbirgt die dunkle Saat im Inneren meiner Seele.

Wirbel um die Piratenpartei Deutschland

Sunday, June 21st, 2009

Wie gestern von zahlreichen Medien und von Jörg Tauss selbst verkündet wurde, hat die Piratenpartei Deutschland ein neues prominentes Mitglied. Sofort kamen mir starke Zweifel über die Auslegung dieses Schrittes von Tauss. Schließlich waren die Grundpositionen der Piratenpartei für mich interessant, wenn auch noch nicht vollkommen wählbar. Tauss,  der wegen Verbreitung und Besitz von Kinderpornographie im März diesen Jahres schon die meisten seiner politischen Ämter innerhalb der SPD abgegeben hatte, sitzt nun praktisch als Pirat im deutschen Bundestag. (more…)

Undefiniert

Saturday, May 30th, 2009

Dunkel lag die Zeit um ihn. Zerstückelt in mannsgroßen Scherben bedeckte sie den Boden der epochalen Marmorhallen mit einem Gefühl der Nostalgie. Versunken in die Betrachtung der eigenen, tausendfachen Reflexion stand er in den Ruinen der Vergangenheit. War all dies nur eine trügerische Vision oder steckte in ihm der warme Kern der Wahrheit? Er schloss die Augen – zu grell waren die Spiegelungen seiner kristallenen Extremitäten.

Dunkel liegt die Zeit um ihn. Zu verlassen um zu sprechen und zu gebannt um zu verstehen. War die Zeit ihrem Ende nahe? Gewiss stand die Veränderung kurz bevor. Das flüsterten Synapsen in sein Ohr. Die Ruinen der Gegenwart zerfielen, zerfallen im Winde des Wechsels. Getrieben von den Boten der Gegenwart. Den Hirten der Vergangenheit gedenkte schon keiner mehr. Wieso frage er sich und öffnete die Augen.

Schwankend, unstet tastete er sich hervor. Die Welt um ihn herum in Trümmern. Der Hüter der Zeit, die Engel der Antike und die Schlüssel der Offenbarung am Ende der Welt. Zu dunkel zum Sehen aber lebendig genug um zu sprechen, dem Lauf der Dinge zu folgen. Gefolgt werden? Wissen ist ersetzbar – Symbole nicht? Unfähig zu sein! Gib Acht begibst du dich Heim in die Arme des Raben der Vergangenheit.

Die pestiziden Dämpfe lassen mich das Zeitliche segnen!

Die Zugfahrt

Monday, April 20th, 2009

Der Tag war noch nicht ganz erwacht und diffuse Nebelschwaden liessen nur Konturen der heruntergekommenen Bahnstation erkennen. Wie jeden Tag war er auf dem Weg zu seiner Arbeit – der Tragödie seiner Existenz. Trotz seiner windfesten Winterjacke, begann er zu frösteln. Vielleicht lag es aber auch an der absurden Unwirklichkeit seiner Situation. Wie immer waren ihm die Gedanken ein Dorn im Auge. Es gab keinen Moment, der keiner umfassenden Analyse unterzogen, für lächerlich, wahnsinnig oder iditiotisch befunden und dann doch nur wieder in die staubigen Aktenschränke seines Denkvermögens, verschoben wurde. Jedenfalls war es ihm viel wohler dabei ohne all diese selbstkritischen Stimmen im Kopf, durch das Leben zu gehen – oder dem was die Allgemeinheit darunter verstand. (more…)

Einfältige Bestrebungen [Entwurf]

Wednesday, April 01st, 2009

Mit dem ersten Aufkommen preisgünstiger Fernsehgeräte, und der daraus entstehenden Medienlandschaft in den Achtzigern, ist ein Grundübel jeder modernen Gesellschaft entstanden. Das dezidierte Ziel der Sendeanstalten ist und bleibt die Substitution jeglichen guten Gedankengutes. Es spielt nicht einmal mehr eine Rolle in welche Eigentumsverhältnissen Sender sich befinden. Sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Fernsehsender huldigen dem dekadenten Ausleben menschlicher Inkompetenz und reiner Idiotie. Es kann doch nur ein Scheitern der Moderne sein, wenn die offensichtliche Zerstörung Erkenntnisse vergangener Jahrhunderte so fatal zelebriert werden. Diese Schmähungen sind für mich Grund genug die nachfolgende Betrachtung zu verfassen. (more…)

Zur Lage der Nation

Tuesday, February 24th, 2009

Es gibt Momente in denen jeder noch so innovative Gedanke  in den weiten Schatten der Schreibwut rückt. So auch geschehen vor wenigen Minuten bei der kurzen Betrachtung neuer medialen Selbstvergewaltigung. Kurz darauf drängte sich eine unerwartete Erinnerung in mein Gedächtnis zurück. Ich hatte doch tatsächlich bei meinem letzten Essay, am Freitag dem 20.02, vergessen einen passenden Titel zu finden. Zumindest scheint es mir der Fall zu sein. Schwierig zu unterscheiden, was nun tatsächlich stattgefunden und was sich aus den kranken Windungen meines Hirnes vor mein geistiges Auge begibt. Allerdings war mir das Schreiben oder vielmehr das Denken am erwähnten Freitag sowieso eine Qual. Da ich nicht abschätzen kann wie sehr ich mich noch auf die große Flut an Wörtern konzentrieren kann wird diesem Text nicht schon zu Beginn ein absolutes Ende gesetzt. Weiterhin ist die Auswahl an Aspekten bereits durch die tiefe Nacht so viel kleiner als sie es für gewöhnlich ist. Ich werde daher diesen Text voraussichtlich nur unter Texte und nicht etwa “Kontrovers” ablegen. Gleichwohl mag es jedem Leser selbst überlassen sein diese Einordnung selbst zu bestimmen. (more…)

Der Affe auf dem Baum

Monday, February 09th, 2009

In vielerlei Hinsicht ähnelt der Mensche dem Affen, sowohl auf physischer als auch auf psychologischer Ebene. Das dies offenbar den wenigsten Menschen bewusst ist versetzt mich oftmals in tiefe Bestürzung. Wie soll man ein zufriedenstellendes Leben führen ohne sich seiner Wurzeln bewusst zu sein? Ist das “Animalische” vielleicht so stark uns vorzugaukeln unsere Existenz habe einen höheren / göttlichen Sinn? Diesen Fragen sollte sich meiner Meinung nach jeder von uns einmal schonungslos ausliefern. Welchen anderen Sinn kann man einem Leben mit der unabänderbaren Bestimmung abgewinnen? Die Antwort muss in der Philosophie vorhanden sein.

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