Unsere Dienstleistungsgesellschaft kennt ein neues Übel – die Webagentur. Der Name steht bereits für die Schrecken hinter diesem Verbund aus Unfähigkeit, falschem Stolz und Verblendung. Die Einhaltung von klaren Standards und die Beachtung der notwendigen Aspekte, ist in diesen brodelnden Kesseln der Werbewirtschaft niemals gewährleistet und somit ist es auch nicht erschreckend, weshalb PHP mit einem schlechten Ruf belegt wird. Die katastrophale “Arbeit” solcher Agenturen ist meist ein Werk der Inkompetenz.
Besonders oft ist die Optik des Frontends dabei von größerer Wichtigkeit, als eine saubere und vor allem sichere Programmierung. Total geblendet von dem scheinenden Äußeren wird dann von der durch und durch gutmütigen Gessellschaft geträumt – jedenfalls solange bis etwas passiert. Und dies ist in Zeiten wachsender Onlinekriminalität leider immer häufiger der Fall. Deshalb muss man sich als Internetnutzer umso mehr an die Regeln der Vernunft halten. Onlineshops ohne SSL sind nicht mit der Speicherung von Daten zu betrauen, Seiten mit fragwürdigen Trackersystemen muss man mit Browserplugins den Hals abdrehen und nur weil eine Seite nicht aussieht wie aus dem letzten Jahrtausend, ist sie noch lange nicht sicher. Bleibt zu hoffen, dass die Politik sich in diesem Bereich mal auf eine strikte Gesetzeslage einigt. Ich würde es zutiefst bedauern meine persönlichen Daten aufgrund der Inkompetenz eines “Webprogrammierers” im Netz stehen zu sehen. Doch nicht nur die Programmierung ist in solchen Fällen zu kritisieren, leider sitzen in den meisten Fällen inkompetente und neurotische Zuständige an den notwendigen Schaltern. Eine klare gesetzliche Haftung und das Recht auf Anzeige, würde diesen ganzen Scharlatanen den Wind aus den Segeln nehmen.