Die fünf besten Alben aus 2010

Ganz im Sinne eines beginnenden Jahres möchte ich an dieser Stelle kurz die Höhepunkte musikalischen Schaffens zusammenfassen. Aufgrund eines breiten Spektrums an Präferenzen ist die Liste weder nummerisch sortiert noch in der direkten Reihenfolge zu verzehren.


The Tallest Man on Earth – The Wild Hunt

The Wild Hunt Cover

© Dead Oceans

Das Album war vielleicht die glücklichste Zufallsentdeckung auf dieser Liste. Nachdem ich gelangweilt auf einigen Musikseiten und -blogs unterwegs war, bin ich zunächst auf “Sometimes the Blues is Just A Passing Bird” gestossen. Neugierig geworden durch den ungewöhnlichen Namen und das Cover habe ich mir einige Stücke angehört und habe unmittelbar einen wunderbaren Ersatz für meinen limitierten Bob Dylan Vorrat gefunden. Innerhalb einiger Wochen ist der schwedische Künstler mit 400 gespielten Liedern auf Platz 3 meiner Statistik gelangt. Besonders empfehlen kann ich die Lieder “Love is All”, “King of Spain” und natürlich “The Wild Hunt”. Wem diese Lieder bereits zusagen, der sollte sich auch die erwähnte EP genauer anhören.


The Reluctant Graveyard

© Princess Records

Jeremy Messersmith – The Reluctant Graveyard’

Nachdem die Serie “Chuck“, deren musikalische Auswahl selten enttäuscht, in einer Episode das Lied “A Girl, a Boy and a Graveyard“  als sehr treffende Hintergrundmusik ausgesucht hat, bin ich seit Wochen im Bann des stimmigen Albums.  Mit der Mischung von schnellen Takten und leicht melancholischer Stimmung hat mich das Album bereits nach dem ersten Hören vollends überzeugt. Jedes weitere Hören wurde dann mit zusätzlichen Nuancen und Bewunderung für die Songtexte belohnt. Vergleichbar ist die Musik zwar teilweise mit Jim Noir oder Jukebox the Ghost, doch an die homogene Atmosphäre, die jedes einzelne Lied und damit auch das Album als Ganzes schafft, kommt kein Werk der beiden anderen Künstler heran. Daher ist es in diesem Fall auch etwas schwierig eindeutige Favoriten zu bestimmen. Allerdings vermitteln meines Erachtens “Lazy Bones“, “Organ Donor” und “John The Determinist” einen ziemlich guten Eindruck für Interessenten. Derzeit belegt Jeremy Messersmith übrigens mit 1255 angehörten Liedern unangefochten Platz 1 meiner Statistiken.


Everything Under the Sun

© Yep Roc Records

Jukebox the Ghost – Everything under the Sun

Interessiert durch das durchaus gelungene Cover dieses Albums, habe ich schnell gelernt das schnelle Tempo und die Varietät der Gruppe lieben zu lernen. Bevorzugt zum Hören beim Schreiben. Obwohl hier nicht jedes Lied meine volle Zustimmung erhält und die Musik bei weitem nicht so einprägsam wie die zwei Werke zuvor oder so manch anderes Album ist, fühlt man sich erkennbar leichter und lebensfroher nach dem Genuss. Und dies auch ohne sich extrem auf die Texte konzentrieren zu müssen. Bevorzugt höre ich hier die Titel “Schizophrenia”, “The Sun” oder “The Popular Thing”.


Hellogoodbye – Would It Kill You?

Would It Kill You?

© Wasted Summer

Bei diesem Album stimmt die Zusammensetzung einfach. Für ein Album aus dem Bereich Pop ist dies eine Grundbedingung um nicht in Bedeutungslosigkeit zu versinken. Gerade für ein entspanntes Hörvergnügen ist dieses Album besonders gut geeignet. Denn das Tempo geht so gut wie nie verloren, doch die Mischung aus Text, Musik und Gesang bleibt stets im Einklang. Neben den anderen Veröffentlichungen der Gruppe ist dies eine Empfehlung für jedermann. Gesondert zu erwähnen sind hierbei “Finding Something to Do” und “When We First Met”.


Order of the Black

© Roadrunner Records/ E1 Music

Black Label Society – Order of the Black

Konsequent laut und aggresiv. Definitiv nicht für jeden oder jede Stimmung. Wenn benötigt liefert dieses Album aber genügend Druck. Mehr braucht man dazu nicht zu schreiben.

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