Archive for February, 2009

Zur Lage der Nation

Tuesday, February 24th, 2009

Es gibt Momente in denen jeder noch so innovative Gedanke  in den weiten Schatten der Schreibwut rückt. So auch geschehen vor wenigen Minuten bei der kurzen Betrachtung neuer medialen Selbstvergewaltigung. Kurz darauf drängte sich eine unerwartete Erinnerung in mein Gedächtnis zurück. Ich hatte doch tatsächlich bei meinem letzten Essay, am Freitag dem 20.02, vergessen einen passenden Titel zu finden. Zumindest scheint es mir der Fall zu sein. Schwierig zu unterscheiden, was nun tatsächlich stattgefunden und was sich aus den kranken Windungen meines Hirnes vor mein geistiges Auge begibt. Allerdings war mir das Schreiben oder vielmehr das Denken am erwähnten Freitag sowieso eine Qual. Da ich nicht abschätzen kann wie sehr ich mich noch auf die große Flut an Wörtern konzentrieren kann wird diesem Text nicht schon zu Beginn ein absolutes Ende gesetzt. Weiterhin ist die Auswahl an Aspekten bereits durch die tiefe Nacht so viel kleiner als sie es für gewöhnlich ist. Ich werde daher diesen Text voraussichtlich nur unter Texte und nicht etwa “Kontrovers” ablegen. Gleichwohl mag es jedem Leser selbst überlassen sein diese Einordnung selbst zu bestimmen. (more…)

Unsichtbar – Zwischen zwei Welten

Sunday, February 22nd, 2009

Im Folgenden Text möchte ich eine persönliche Meinung zu dem Film “Unsichtbar – Zwischen zwei Welten” abgeben. Zunächst ist es wichtig dem geneigten Leser den Inhalt kurz und einprägsam vorzustellen:

© Hollywood Pictures

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Randnotizen

Tuesday, February 17th, 2009

Manchmal scheint der einfachste Weg, dem Lärm der Gezeiten zu entkommen, der des Schweigens zu sein. So denke ich zumindest momentan über meine Situation. Ich sehne mich zunehmend nach der erlösenden Stille – der einzig möglichen Heilung von den Lastern des gesellschaftlichen Wahnsinns. Wie sonst entkommt man dem Lärmen der infantilen Seelenlosen? Gleichbedeutend hadert jede meiner Fasern mit der auferlegten Bürde des Denkens. Gefangen in dem ewigen Wellenspiel der Gedanken, schlaflos und unbewusst verläuft der Tag wie ein Theaterstück. Jede Inszenierung wird von der Erkenntnis des Nichts dominiert. Selbstzweifel lähmen die Schärfe eines alternden Geistes. Tragisch jeder weiterer Verlust, dramatisch jeder Rückzug und tödlich die Erschlaffung.

Das Leben bereitet aber auch Momente der besonderen Art. Menschen, Literatur, Gedanken und Musik vereinen sich zu einer Empfindung. Doch ist diese Empfindung der entscheidende Funke im Leben?

Der Affe auf dem Baum

Monday, February 09th, 2009

In vielerlei Hinsicht ähnelt der Mensche dem Affen, sowohl auf physischer als auch auf psychologischer Ebene. Das dies offenbar den wenigsten Menschen bewusst ist versetzt mich oftmals in tiefe Bestürzung. Wie soll man ein zufriedenstellendes Leben führen ohne sich seiner Wurzeln bewusst zu sein? Ist das “Animalische” vielleicht so stark uns vorzugaukeln unsere Existenz habe einen höheren / göttlichen Sinn? Diesen Fragen sollte sich meiner Meinung nach jeder von uns einmal schonungslos ausliefern. Welchen anderen Sinn kann man einem Leben mit der unabänderbaren Bestimmung abgewinnen? Die Antwort muss in der Philosophie vorhanden sein.

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Die Evolution des Weiblichen

Monday, February 09th, 2009

1. Mose 2,18
Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloß die Stelle mit Fleisch. Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.

So wurde also laut der Bibel die Frau geschaffen. Sicher steckt einiges an Wortspielerei darin, sofern man diese Stelle auf Hebräisch liest, doch die Kernaussage mag wohl keiner Frau so recht gefallen. Sind Frauen also nur ein Stück des Mannes oder vielmehr bessere Männer? Die Bewegung der Frauen ist auf dem Vormarsch, so gibt es prügelnde Banden von jugendlichen Mädchen und Alice Schwarzer. Frauen erleben also ein neues Selbstwertgefühl, werden aus Knechten der bislang herrschenden Männer “emanzipierte” Frauen. Jedoch nicht jede Frau strebt ein Leben in Anzug und Krawatte an und so frage ich mich was sie denn nun wollen? Um auf meine Fragen näher einzugehen versuche ich mögliche Ursachen für das Aufbäumen der weiblichen Gesellschaft zu suchen. Eine mögliche Ursache könnte der Fortschritt der Gesellschaft sein. Dinge wie die Pillen ermöglichen Frauen flexibler zu sein und noch wichtiger sie können entscheiden ob sie eine Niederkunft vollziehen wollen. Damit ist die biologische Ausgrenzung aufgehoben und die Frau ist offen für neue Aufgaben. Ob es verborgene Mechanismen gibt, die den Frauen unterschwellig mitteilen “Kinder werden nicht gebraucht” gibt, wage ich zu bezweifeln. In dieser Richtung könnten nur soziale Faktoren eine Rolle spielen. Der entscheidende Schritt zur emanzipierten Frau war also die Erfindung der Pille und die damit gewonnene Kontrollmacht über den Sexualtrieb.

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Das Leben als Lüge

Monday, February 09th, 2009

Wieder einmal ist es Zeit die Motivation der Mitmenschen in Frage zu stellen. Wie sehr es die Menschen auch abstreiten mögen oder wie sehr sie sich durch das atemberaubende Glitzern eines Erzes blenden lassen, nichts kann die Lüge aller verdecken. Wie schmerzlich diese Erfahrung auch für einige sein mag, noch schmerzlicher ist sie für alle Außenstehenden. Zu jeder Zeit und an jedem Ort scheint ein dunkler Schatten über dem Antlitz der Menschen zu liegen. Sie eilen, kaufen, suchen die Selbsterfüllung in der Sinnlosigkeit oder tauchen in eine Art geistige Umnachtung ein.
Statt ihrer selbst bewusst und somit auch der geistigen Stärke bewusst zu werden ist das Joch der Menschheit von unendlicher Dauer. Doch wie vermag man diese Situation aus dem Geiste verbannen, um den endlosen Leiden dieses Anblicks zu entrinnen. Nie mehr? Was passiert wenn Idealismus auf die richtige Menge Macht trifft? Definiert uns nicht alle die Größe des Ehrgeizes? Die Flut der Fragen, die Überhäufung der Rätsel und das beklemmende Gefühl der Ungewissheit ebben erst in den süßen Armen des Schlafes ab. Umso entsetzlicher ist ein Erwachen in einer Gesellschaft wie dieser. Was würde man alles geben um sich seiner Überflüssigkeiten zu entledigen?! Das unbändige Verlangen nach Perfektion geht einher mit der Dosis Wahnsinns. Welcher Medikus mischt das richtige Antidot? Alles was am Ende bleibt ist die Ungewissheit, stählern im Dunkel der Nacht.

Vom Wesen des Leidens

Monday, February 09th, 2009

In heutiger Zeit ist die Begrifflichkeit des Leidens in mannigfaltiger Weise im Geiste des Menschen vorhanden. Grund genug dieser Erscheinungsform einer tiefer gehenden Betrachtung zu unterziehen.
Im Gegensatz zu heutigen Formen des Leidens beschränkten sich die Ursachen des Ungemachs häufiger auf religiöse Regelbrüche sowie soziale/gesundheitliche Konflikte, wie z.B. drohende Hungersnöte, Güterverlust oder Krankheiten. Doch seit dem Etablieren einer verbesserten medizinischen Versorgung, eines höheren Bildungsstandards und einer breit flächigen Lebensmittelversorgung hat sich das Wesen des Leids wesentlich verändert. Diese Veränderung wurde durch die Entstehung demokratischer Herrschaftsverhältnisse zusätzlich begünstigt. Aufgrund dieser Faktoren wurden daher einige der essenziellen Leidensquellen eliminiert. Doch allein aufgrund der praktisch unstillbaren Begierde des Subjekts wandelte sich das Leiden zu einer inflationär genutzten Begrifflichkeit. So kann man weiterhin beobachten, dass die christliche Schuldvorstellung deutlich weniger Leidzustände hervorrufen. Vielmehr ist eine Abstumpfung des Leidempfindens eingetreten. Durch extreme Überreizung empfindet das Subjekt sogar schon die falsche Aussentemperatur als unendliches Leid.
Obgleich das Leiden in verschiedenen Kulturen als gute Empfindung angesehen wird bleibt weiterhin die Frage offen ob und falls ja wie es der mentalen Weiterentwicklung von Nutzen sein könnte. Daraus ist zu schlussfolgern, dass ein gesundes Maß an Leid durchaus im Dienste des Subjektes stehen kann.
Man nehme nur einmal die Folgen eines starken Rauschmittelkonsums. Ist derlei Leiden nicht Bestätigung genug dieser These? Fraglich bleibt hierbei nur die Herkunft des Leidens offen. Ist es ein Leiden auf der Basis der Reue über eine solche Fehlentscheidung oder aber die biologische Antwort auf einen schwerwiegenden Eingriff in das biologische System? Hier mag man an die Grenzen der Vorstellungskraft oder die der Aussagekraft stoßen. Insofern bleibt mir lediglich die Möglichkeit meine subjektive Meinung dieser Thematik zu erläutern.
Einige Erkenntnissen ist bereits die persönliche Note zu entnehmen. So betrachte ich das Leiden durchaus als Notwendigkeit höherer geistiger Entwicklung. Welch anderes Empfinden ist bei richtiger Auslegung ein solch großartiger Augenöffner? Das Leiden vermag den Einzelnen in seiner Authentizität enorm stärken. Dies bedeutet allerdings mitnichten die zuvor inflationäre Nutzung dieser Instanz. Denn eine solche würde unweigerlich den Geist in eine, häufig mit demagogischen Zügen verbundene, Umnachtung stürzen. Schnell würde sich der Wahnsinn in Form des beliebten Ungerechtigkeitsempfinden aufdrängen und das Joch des Geistes umhüllen.
Abschließend bleibt lediglich die, auf das Subjekt korrekt ausgelegte, Leiddefinition festzuhalten.

Requiem [Entwurf]

Monday, February 02nd, 2009

Der Ernst seiner Lage war allen, einschließlich ihm, bekannt. Daher war er auf eine gesonderte Behandlung, einen eigenen Raum, in dem alles mit Gummi gedämpft war, und das vollkommene Fehlen von Einrichtung wohl bekannt. Der Grund für diese menschliche Ausnahmesituation lag in den Tiefen seines Körpers verborgen. Präziser hätten sich wohl auch nicht seine vielen Doktoren ausgedrückt. Denn seit seinem 18. Lebensjahr war er unfähig Schmerz zu empfinden. Es geschah ohne Vorwarnung, völlig symptomlos. Seither war er als medizinisches Wunder von Institution zu Institution gereicht worden. Selbst das Militär hatte zunächst großes Interesse an ihm bekundet. Als sich dann jedoch ziemlich schnell die Hoffnungen auf ein Verstehen oder gar eine Heilung von selbst erledigten waren alle seiner überdrüssig. Nun lag er in einer geschlossenen Abteilung einer psychatrischen Klinik und sehnte sich nach einem Zeichen. Es war zwar nicht so, dass er nicht ausreichend genug umsorgt wurde aber der Grund der Pflege schien ihm unwirklich zu sein. Das war zu jener Zeit als die Träume seinen Verstand zu dominieren begannen. Waren es zunächst noch grandios komponierte Aufführungen voller Farben, Formen und Gestalten, läutete der eine Traum seinen Schmerz ein:

Er stand in dem Wartezimmer einer Behörde, so vermutete er jedenfalls. Erkennbar waren einige Stühle, ein Tisch voller Illustrierter und ein spartanischer Empfangsschalter. Am Ende des Ganges befand sich eine rote Tür aus der leise Musik zu kommen schien. Neugierig geworden was es mit dieser Tür auf sich hatte trat er auf sie zu. Dahinter befand sich ein Raum voller gestapelter Banknoten. Das Nächste was ihm auffiel war das undurchdringbare Hämmern einer Toccata. Die Geldscheine wirkten auf ihn sehr beklemmend und als ob es das einzig Mögliche wäre nahm er ein Bündel in die Hand um es langsam aufzuessen. Dem ersten Bündel folgte ein anderer. Erst als der Raum vollständig leer war lies der Wahn von ihm ab.

Sobald er aus den Tiefen seines Unterbewusstseins aufgetaucht war durchzuckte ihn ein heftiger Schmerz. Es begann zunächst im Magenbereich mit einem Kribbeln, intensivierte sich innerhalb dem Bruchteil einer Sekunde zu einem tiefen Schmerzausbruch unt entfaltete in seinem Kopf ein Feuerwerk aus Farben.