Monday, April 04th, 2011 8:02pm
Der Punkt einer verstorbenen Konversation ist ein Punkt tiefster Isolation. Unmenschliche Kälte, die sich durch die Schichten unserer fragilen Persönlichkeit frisst und am Ende nur eine Schneise der Verstörung hinterlässt.
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Monday, February 21st, 2011 7:58am
Ist es eine Erkenntnis altbekannte Erfahrung in neuer und abermals schmerzhafter Form wiederzudurchleben? Oder ist es lediglich der ununterbrochene Kampf des sogenannten Lebenswillen, sich mit aller Macht gegen die Klauen des vermeidlich Unvermeidlichen zu stellen? Oder aber liegt selbst unter den Scherben der zerbrochenen Illusionen ein Hinweis auf einen Funken Hoffnung? Stellt sich also allein die Frage ob ein weiterer Fehlschlag durch die geschwächte Konstruktion verkraftet werden kann?
Das Kreisen der unermüdlichen Fragen bestimmt das Resultat der elementaren Entscheidungen. Und jeder Flügelschlag der prächtigen Geschöpfe stösst uns weiter vom bekannten Grund, tief hinein in die ungewisse Kälte der Dunkelheit, ab. So kalt.
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Saturday, January 15th, 2011 11:56pm
Stumme Schreie endloser Qualen einer schlaflosen Hülle
Hölle
Hoffnungsloses Flehen um ein rasches Ende
Siedender Hass
Bedeutungsloses Martyrium der ewigen Nacht
Sehnsucht nach Erfüllung
Tiefe Seen brennender Schmerzen
Unstillbares Verlangen nach Gewalt
Verlust des Bewusstseins
Brodelndes Weiß eines anbrechendes Endes
Kalte Qual
Eisige Extase der Nebel aus Blut
Hölle
Triumphales Toben endloser Ströme aus schreinendem Rot
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Saturday, January 08th, 2011 7:46pm
There are no more barriers to cross. All I have in common with the uncontrollable and the insane, the vicious and the evil, all the mayhem I have caused and my utter indifference toward it I have now surpassed. My pain is constant and sharp and I do not hope for a better world for anyone, in fact I want my pain to be inflicted on others. I want no one to escape, but even after admitting this there is no catharsis, my punishment continues to elude me and I gain no deeper knowledge of myself; no new knowledge can be extracted from my telling. This confession has meant nothing.
http://www.imdb.com/title/tt0144084/quotes?qt0453359
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Wednesday, January 05th, 2011 4:26pm
Ganz im Sinne eines beginnenden Jahres möchte ich an dieser Stelle kurz die Höhepunkte musikalischen Schaffens zusammenfassen. Aufgrund eines breiten Spektrums an Präferenzen ist die Liste weder nummerisch sortiert noch in der direkten Reihenfolge zu verzehren.
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Friday, December 24th, 2010 5:10am
Wie bereits in den Jahren zuvor bin ich es leid angenehme Emotionen mit dem Wort Weihnachten verbinden zu müssen. Doch die Jahre zwischen meinem ursprünglichen Beitrag und der heutigen Niederschrift, haben sich mit der Willensstärke von Säure durch meine Persönlichkeit gefressen. Und obwohl ich mich dieses Jahr mit eisernem Entschluss jeder “weihnachtlichen” Tradition mit Schlaf entziehe, komme ich doch nicht umhin eine gewisse Stagnation zu beklagen. Denn zugegebenermaßen an den Kernproblemen des ursprünglichen Idealismus hat sich eigentlich nichts verändert. Und dies ungeachtet der vielen Reifungsprozesse. Ist es also Zeit sich von den alten Idealen vollends abzuwenden oder bedarf es einfach noch mehr Initiative?
Viel angenehmer als diese bohrende Frage erscheint es mir aber jetzt mein Gehirn in eine dicke Schicht aus Watte zu packen und den einzigen wirklichen Frieden auf Erden zu geniessen.
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Tuesday, October 26th, 2010 7:10pm
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Thursday, October 07th, 2010 8:57pm
Obwohl kaum ein Mensch es zu schätzen weiß, geschweige denn im überwiegenden Maße damit umgehen kann, ist unser größter Kampf doch schon immer der um die eigene Freiheit gewesen. Dieser Ausdruck der Freiheit umfasst hierbei nicht ausschließlich, die in einer Demokratie verankerten, Grundrechte jedes Einzelnen, sondern geht meiner Meinung nach über jegliches von Machtstrukturen geschaffenes Gesetz hinaus. Wird durch die Grundrechte zunächst eine strahlende Version der eigenen Freiheiten versprochen, finden durch die unzähligen Gesetze des modernen Rechtsstaates so viele Einschränkungen statt, dass sich das versprochene Leben ganz schnell komplizierten Strukturen unterwirft. Ein Zustand dessen Notwendigkeit ich zwar nicht in Frage stellen möchte, dessen primären Adressanten ich aber für den geistig unmündigen Menschen halte. Doch noch viel schwerer als die gesetzlichen Rahmenbedingungen schränken wir uns selbst ein.
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Friday, October 01st, 2010 9:56am
Die letzten Tage waren glücklicherweise nicht ganz so dunkel wie der Rest dieser Woche und insgesamt kann ich wieder etwas optimistisch in die Zukunft blicken. Zwar lebe ich derzeit noch in der Selbsttäuschung, die drohende Aufspaltung ignorieren zu können, doch ist es mir wieder gelungen Gefallen an den kleinen Freuden des Lebens zu finden. Ich höre Musik, lese weiterhin den Steppenwolf und pfeife auf die Zwänge der Arbeitswelt. Tatsächlich schreibe ich diesen Eintrag gerade in meiner, ach so produktiven, Arbeitszeit. Eine andere Beschäftigung ausser Schlaf kommt mir momentan nicht in den Sinn. Die bestehende Müdigkeit hinterlässt einen Eindruck süßer Verzuckung in meinen Synapsen. Ich bin mir sicher, dass dieser Schlaf dem Schlaf eines Kindes gleichkommen würde. Leider befinde ich mich derzeit noch tief im Dschungel der irdischen Absurdität und muss mich mit einem häufigeren Schließen der Augen zufrieden geben. Nichtsdestotrotz kann ich die Zeit mit der guten Musik ohne Probleme überbrücken.
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Wednesday, September 15th, 2010 6:06pm
Nach 90 Minuten lernintensivem Frühsport, die Disziplin in diesem Falle die abstrakte Mathematik, sitze ich seit gut einer halben Stunde in einem dieser modernen Konsumtempel für Kaffee. Vor mir liegt meine stark ramponierte Ausgabe des Steppenwolfes und neben einer unschönen, künstlichen Topfpflanze steht eine große Tasse schwarzer Brühe. Auf Milch habe ich der Laktose und des Geschmackes wegen verzichtet. Diese lässt den Kaffee seinen bitteren Geschmack verlieren, beinahe so als würde man nur vorgeben eine belebende Droge zu sich zu nehmen. Viel störender als die Präferenzen etlicher Kunden hier, sind allerdings die wahrhaft hässlichen Klänge aus den Deckenlautsprechern. Ein wirrer Mix aus südländischen Gesängen und penetranten Glockentönen. Die Art der “Musik” erinnert mich unweigerlich an die Darstellung der Hölle aus dem Triptychon “Der Garten der Lüste” von Hieronymus Bosch. | Read the rest of this entry …
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